Hinterher ist man immer schlauer: 6 Dinge, die ich in Afrika gelernt habe

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1. Du bist nie schneller als das GPS sagt
Nie! Es gibt eigentlich immer was zu kucken und wenn nicht, kann man sich immernoch verfahren. Die Ankunftszeit, die das GPS angibt, ist mehr eine Empfehlung. „Ihr könntet etwa um 18:30 ankommen, vielleicht aber auch erst um 9. Lassen wir uns überraschen!“

2. Immer tanken und pinkeln wenn möglich
Namibia ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt. Daher kann die nächste Toilette schnell mal zwei Fahrtstunden entfernt sein. Und frei lebende Löwen und Hyänen nehmen einem recht schnell die Lust, sich zum pinkeln hinter den nächsten Busch zu hocken. Toiletten gibts meistens an der Tankstelle. Da sollte man sowieso hin, denn eine Tankfüllung reicht manchmal genau bis zur nächsten Tankstelle. Unser Auto hatte zwei Tanks, wir hatten einen extra Benzinkanister dabei und trotzdem war es einmal knapp.

3. Cook it, peel it, boil it, leave it
Abgesehen von einem kleinen Zwischenfall, der meinen Mageninhalt und den Boden eines Campsites in Swakopmund beinhaltet, hat diese Regel super funktioniert. Ein normaler Tag beginnt mit Banane und Rührei. Beim Mittagessen am Straßenrand ist man leider etwas eingeschränkt, wenn „cook it“ und „boil it“ wegfällt – Kartoffelchips setzen sich schnell durch. Abends gibt es dafür die schönsten Steaks mit selbst gebackenem Brot, Folienkartoffeln, gegrilltem Kürbis, …

4. Bodylotion statt Sonnencreme
Ich kam nach Namibia mit Sonnencreme Schutzfaktor 50, ich ging heim mit Bodylotion aus dem Tourishop für umgerechnet 8 Euro. Da man den Großteil des Tages im Auto sitzt oder im Schatten vor der Hitze flieht ist Sonnencreme so unnötig wie ein Kropf. Die Luft ist aber staubtrocken und die eigene Haut nach wenigen Tagen auch. Und dann versuch mal, drei Stunden von der nächsten befestigten Straße weg eine Handcreme zu kaufen.

5. Vom Opel Corsa gibt es eine Pickup-Variante
Spannend ist ja immer, in fremden Ländern Automodelle zu entdecken, die zuhause nie auf den Markt kamen. Der Opel Corsa Pickup ist so einer. Auf der Ladefläche haben kaum zwei Getränkekisten und eine Ziege Platz, aber er scheint sich in Namibia durchgesetzt zu haben.

6. Cola gibt es immer
Der Besuch im Supermarkt ist auch immer so ein Highlight. In Botswana fällt er recht nüchtern aus, denn Alkohol wird nur in gesonderten Liquor Stores verkauft. Man könnte aber über das selbst brennen nachdenken, denn Reis und Kartoffeln werden gerne mal nur in 10-Kilo-Beuteln verkauft und was soll man sonst mit 9 Kilo übrigen Kartoffeln machen? Das Sortiment ändert sich, je weiter man sich von den größeren Orten entfernt. In Sesfontein zum Beispiel hatte der „Manchester United Minimarket“ neben einer Auswahl von nicht weniger als zehn verschiedenen Lebensmitteln auch einen BH im Angebot – aber nur einen einzigen. Was mal wieder auffällt: egal, wie entlegen der Ort ist an dem du bist – es gibt immer Coca Cola.

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